„Gegen Nazis sowieso“

Die Autoren Yves Müller und Benjamin Winkler stellten im Wahlkreisbüro von Wulf Gallert und Eva von Angern ihr neues Buch zum Agieren rechter Parteien in den Kommunen vor.

In Kooperation mit der Kommunalakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt luden Wulf Gallert und Eva von Angern zur Vorstellung des Buches „Gegen Nazis sowieso“ in ihr Wahlkreisbüro in Magdeburg ein.

Über eine gut besuchte Veranstaltung konnten sich letztlich nicht nur die beiden anwesenden Autoren Yves Müller und Benjamin Winkler freuen. Ihr Buch, das als 6. Band in der Reihe „Crashkurs Kommune“ erschien, zeigt die Bedeutung der Kommunen für das Agieren rechter Parteien auf: Welche Strategien verfolgen die Rechten in den Kommunen? Wie nutzen sie kommunale Gremien, Vereine, Jugendeinrichtungen und öffentliche Orte? Und was können wir dagegen tun?

Eine demokratische und antifaschistische Zivilgesellschaft – Bündnisse, Parteien, Kommunalverwaltung und Sozialarbeit – steht vor der Herausforderung, den Rechten nicht das Feld zu überlassen und dabei Gegenstrategien und Alternativen zu entwickeln. Im Buch „Gegen Nazis sowieso“ werden lokale und überregionale Problemlagen aufgezeigt und mögliche Formen der zivilgesellschaftlichen und kommunalpolitischen Auseinandersetzung mit NPD und Co. in der Kommune vorgestellt und erörtert. So bietet der Band das Handwerkszeug für erfolgreiche Strategien gegen Rechts und eine demokratische Alternative in der Kommune.

Yves Müller lebt in Berlin und studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Gender Studies. Er ist freier Mitarbeiter des Vereins für Demokratische Kultur in Berlin e.V. (VDK) und in diesem Rahmen für das Projekt »Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in kommunalen Gremien Berlins – Dokumentation und Analyse« tätig.

Benjamin Winkler lebt in Leipzig und studierte Soziologie an der Universität Leipzig. Er ist Mitarbeiter des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC) und beschäftigt sich mit Demokratieentwicklung und Neonazismus im ländlichen Raum sowie Einflussfaktoren von menschenverachtenden Einstellungen bei Jugendlichen. 2008/2009 leitete er eine Sozialraumanalyse in der Kleinstadt Colditz in Sachsen