Kapitulation vor rechter Gewalt bleibt das falsche Signal

Nach einem erneuten Anschlag auf das Wahlkreisbüro von Wulf Gallert und Eva von Angern kündigt der Vermieter die Räumlichkeiten im Magdeburger Stadtteil Reform

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Die Kündigung des Mietvertrags nach einem erneuten Angriff auf das gemeinsame Wahlkreisbüro von Wulf Gallert und der Abgeordneten Eva von Angern ist weder hinnehmbar, noch zu rechtfertigen. Mit der Kündigung reagierte die TLG Immobilien auf wiederholte Anschläge, die im letzten halben Jahr auf die Räumlichkeiten in der Magdeburger Arnold-Zweig-Straße verübt wurden. Scheiben und Türen des Wahlkreisbüros waren in der Neujahrsnacht schwer beschädigt worden.

„Letztlich macht sich eine Immobiliengesellschaft im Eigentum des Bundes zum Erfüllungsgehilfen von politischen Straftätern“, sagte Wulf Gallert. Argumente des Vermieters, dass sich andere Bewohner bedroht fühlen, sind sicher ernst zu nehmen - Allein es bleibt das falsche Signal, vor vermutlicher rechtsextremer Gewalt zu kapitulieren. „Wir geben nicht auf“, bekräftigte auch Eva von Angern.

Ganz bewusst hatten sich der Vorsitzende und die rechtspolitische Sprecherin der Linksfraktion nach der Landtagswahl 2011 für ein Wahlkreisbüro im Magdeburger Stadtteil Reform entschieden. Dreimal sind seitdem Scheiben und Türen des Büros schwer beschädigt worden. In zwei Fällen wurden die Schilder des Büros mit rechtsextremen Aufklebern überklebt.