Zu den Ergebnissen der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (EUB) zum Zugunglück in Hordorf erklärt der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Frank Hoffmann:
„Der Bericht der EUB verweist darauf, dass menschliches Versagen zu dem Unglück in Hordorf geführt hat. Das aber darf nicht den Umstand unbeachtet lassen, dass das Unglück seitens der Deutschen Bahn AG hätte verhindert werden können, wenn das Unternehmen sich auf die Sicherheit seiner Kunden konzentriert hätte, statt immense Energien auf die Vorbereitung des Börsenganges zu richten.
Es ist zu begrüßen, wenn jetzt erste Bahnstrecken mit dem Notbremssystem PZB (punktförmige Zugbeeinflussung) ausgerüstet werden. Darüber hinausgehend jedoch steht die Deutschen Bahn AG in der Verantwortung, einen konkreten Maßnahmeplan zur Ausrüstung weiterer gefährdeter Strecken mit diesen technischen Lösungen vorzulegen.
DIE LINKE erwartet von der Landesregierung, alle Strecken zu analysieren, die ein solches Notbremssystem PZB benötigen und sich den entsprechenden Maßnahmeplan von der Deutschen Bahn zeitnah vorlegen zu lassen. Es geht darum, aus dem Zugunglück in Hordorf die notwendigen Konsequenzen zu ziehen – die Deutsche Bahn wie auch die Landesregierung stehen hier in der Pflicht. “
Magdeburg, 16. September 2011