Zur Absicht der Deutschen Bahn AG, weitere 700 Stellen in den Reisezentren zu streichen, bemerkt der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Frank Hoffmann:
„Service, Kundenfreundlichkeit und Beratung dürfen bei der deutschen Bahn nicht auf der Strecke bleiben. Im Zuge der demographischen Entwicklung gilt das besonders für die große Anzahl älterer Menschen, die nicht immer über ein technisches Hilfsmittel wie einen Computer verfügen und auch nicht in jedem Falle den Fahrkartenautomaten bedienen können. Gerade sie brauchen den Service insbesondere der Reisezentren.
Nicht alles kann der Automat regeln, das betrifft nicht zuletzt Nachfragen zu Umsteigemöglichkeiten, zu effektiven Verbindungen, zu Anschlusszügen, zu günstigen Tarifen oder zum innerörtlichen Nahverkehr. Das verstehen wir unter Service und Kundenfreundlichkeit.
Sollte das auf den Bahnhöfen nicht mehr möglich sein, dann sind die neu in Aussicht gestellten Zugbegleiter gefordert, trotzdem aber werden 350 Arbeitsplätze vernichtet.
Service und Kundenfreundlichkeit stehen für DIE LINKE immer noch vor Gewinnmaximierung. Wir fordern die Landesregierung auf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf Einfluss zu nehmen, dass diese Pläne der DB AG nicht umgesetzt werden. Es reicht nicht aus, immer wieder auf die demographische Entwicklung zu verweisen, die Landesregierung muss ihr auch Rechnung tragen.“
Magdeburg, 22. August 2011