Zur heutigen Entscheidung der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den gentechnisch veränderten Mais MON 810 zu verbieten, erklärt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion
„Die Akzeptanz von MON – Mais 810 war von Anfang an bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Landwirten mehr als umstritten. Gegen die Versuche, diesen Mais bei uns zu etablieren, gab es nicht nur seitens der Bauern und der Imker sowie breiter Bevölkerungskreise massive Proteste, auch aus Kreisen der Wissenschaft wurden immer wieder erste Bedenken über den Genmais geäußert.
Unter diesem Druck, der durch parlamentarische und außerparlamentarische Initiativen und Aktionen begleitet wurde, sah sich jetzt Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner gezwungen, den Anbau des gentechnisch veränderten Mais MON 810 in Deutschland zu verbieten.
DIE LINKE begrüßt diese Entscheidung, die längst überfällig und ein Gebot der Vernunft ist, ausdrücklich.
Damit dürfte nun auch der geplante Anbau dieser „Maissorte“ in Sachsen-Anhalt vom Tisch und unser Bundesland diesbezüglich in guter Gesellschaft solcher Länder wie Österreich und Ungarn sein, die von ihrem Selbstbestimmungsrecht in dieser Angelegenheit in der Vergangenheit bereits Gebrauch machten.
Es bleibt zu hoffen, dass die Landwirte und andere Betroffene mit dieser Entscheidung künftig auch von der Landespolitik stärkeren Rückenwind bei der Einrichtung gentechnikfreier Regionen in Sachsen-Anhalt erhalten.“