Zur Zukunft der Sportförderung in Sachsen-Anhalt erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
„DIE LINKE hält die Absicht der Landesregierung, ein Sportfördergesetz für Sachsen-Anhalt zu erarbeiten, für einen Weg, mehr Planungssicherheit, Eigenverantwortung der Partner und eine effizientere Kontrolle in der Sportförderung zu sichern. Frühzeitig sollte dazu der Landtag als Gesetzgeber an den Beratungen beteiligt werden, um notwendige Regelungen gemeinsam im dafür zuständigen Ausschuss für Inneres abzuwägen, bevor in der Sache entschieden wird.
Insofern begrüßt DIE LINKE die im Innenausschuss am 24. November getroffene Absprache, am 23. Januar 2012 eine Konsultation der sportpolitischen Sprecher aller Fraktionen durchzuführen, um in einem ersten Schritt sich zu den Grundzügen des zu erarbeitenden Sportfördergesetz zu verständigen. Im Vorfeld des geplanten Gespräches zum Sportfördergesetz sind für DIE LINKE noch einige Fragen offen, zu deren Beantwortung die Landesregierung im Rahmen einer Kleine Anfrage aufgefordert wird.
Ein vertrauensvolles und geregeltes Miteinander von Sportorganisation und Landesregierung ist aus Sicht der LINKEN für das Sporttreiben der Menschen unerlässlich, denn der Sport trägt in unserer Gesellschaft zur Lösung wichtiger sozialer, gesundheitlicher und pädagogischer Fragen bei. Er bietet Bewegungsmöglichkeiten, fördert und erhält die Gesundheit und verbessert die Lebensqualität in jedem Alter. Der Sport schafft sinnvolle Freizeitgestaltung, hilft, Persönlichkeit und Selbstwertgefühl zu entwickeln, Vorurteile abzubauen und begünstigt generationsübergreifende Kommunikation.
Land und Kommunen schützen und fördern den Sport. Mit Blick auf die Diskussionen der vergangenen Jahre könnte ein Sportfördergesetz dieses in der Landesverfassung (Artikel 36) formulierte Ziel in neuer Verbindlichkeit umsetzen und die Förderung von Sportangeboten sowie die Verbesserung der Sportinfrastruktur auf eine eindeutige und verlässliche rechtliche Grundlage stellen.“
Magdeburg, 25. November 2011