Zur anhaltenden öffentlichen Debatte um eine Lehrerfortbildungsveranstaltung erklären der Fraktionsvorsitzende Wulf Gallert und die rechts- und innenpol. Sprecherin der Fraktion Gudrun Tiedge:
„Die von der Landeszentrale für politische Bildung vorgesehene Lehrerfortbildungsveranstaltung unter der Überschrift „Diktatur-Vergleich als Methode der Extremismusforschung“ soll nach den Aussagen des Direktors der Landeszentrale für politische Bildung einen seriösen wissenschaftlichen Vergleich von Nazidiktatur und DDR durchführen, obwohl er selbst einschätzt, dass die Nazidiktatur in ihrer Brutalität und katastrophalen Auswirkungen nicht vergleichbar ist.
Die Befürworter dieser Tagung sprechen nun davon, dass man ja nur vergleichen, nicht gleichsetzen wolle. Das jedoch ist falsch. Die Tendenz dieser Veranstaltung geht ausdrücklich dahin, beide Zeitabschnitte als im Wesentlichen gleich darzustellen und daraus die entscheidenden gleichen Schlussfolgerungen bei der politischen Bewertung zu ziehen. Dies leitet sich aus folgenden Aussagen ab:
Wer angesichts dieser Umstände von einem rein wissenschaftlichen Diktaturenvergleich redet, verschließt die Augen absichtsvoll vor den Realitäten. Parteinahe Stiftungen wie die Friedrich Naumann Stiftung können solche tendenziösen Veranstaltungen durchführen. Institutionen wie die Landeszentrale für politische Bildung und die Gedenkstättenstiftung, die parteipolitisch Neutralität wahren müssen, verletzen damit allerdings ihren Auftrag.“