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Militärübung in der Altmark darf nicht stattfinden

Zur Berichterstattung der Mitteldeutschen Zeitung, wonach eine Großübung mit 1400 Soldaten im Gefechtsübungszentrum Altmark noch immer nicht abgesagt ist, erklärt der friedenspolitische Sprecher Wulf Gallert:

„Dass es in der derzeitigen Situation überhaupt die Überlegung gibt, diese Militärübung stattfinden zu lassen, ist in vielfacher Hinsicht ein Unding. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass mit der Übung die geplante Verlegung eines Panzerbataillons der Bundeswehr nach Litauen trainiert wird. In Zeiten, wo internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Corona-Krise gefragt ist und beispielsweise russisches Militär Hilfe in Italien leistet, ist eine solche Truppenverlegung ein falsches Zeichen und eine unnötige Provokation gegenüber Russland.

Über den zweifelhaften politischen Auftrag dieser Übung hinaus, konterkariert diese sämtliche Maßnahmen, die derzeit zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten. Die Gesellschaft trägt derzeit tiefe Einschnitte in Grund- und Freiheitsrechte bis hin zu strengen Kontaktbeschränkungen mit, um die Corona-Pandemie solidarisch einzudämmen. Dass derweil 1400 Soldaten eine gemeinsame Übung durchführen,  gefährdet, was andere gegen das Corona-Virus leisten.

Vor diesem Hintergrund muss die Diskussion um die geplante Militärübung mit deren Absage sofort beendet werden.“


Magdeburg, 16. April 2020