Als Ministerpräsidentschaftskandidat nicht verbiegen lassen
Wulf Gallert sprach zu den Gästen den politischen Neujahrsempfangs der LINKEN Wernigerode
Es war eine gute Mischung aus Geselligkeit und kämpferischer Einstimmung auf die Landtagswahl. DIE LINKE Wernigerode hatte zum Neujahrsempfang eingeladen und Wulf Gallert machte sich in Richtung Harz auf den Weg. Zahlreiche Gäste des politischen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt waren im Wernigeröder Ratskeller zusammengekommen. Und für Wulf Gallert als Minsterpräsidentschaftskaniddaten der LINKEN Sachsen-Anhalt fanden sich an dem Abend noch ganz andere Bezeichungen.
Als "Hauptact" wurde er unter anderem angekündigt, denn mit dem Stadtchef der Wernigeröder LINKEN, Christian Härtel, der Landtagskandidatin Evelyn Edler und dem Fraktionschef im Stadtrat, Dieter Kabelitz, richteten zunächst die Gastgeber des Abends einige Worte an die versammelte Besucherschar. Zudem war der Bundestagsabgeordnete Jan Korte nach Wernigerode gekommen und der traf locker und unkonventionell den Nagel auf den Kopf. "Wulf Gallert ist der richtige Mann für Sachsen-Anhalt. Er ist ein cooler Typ, der Ahnung hat", sagte er.
Überzeugen konnte sich dann jeder selbst und mit dem ZDF nahmen auch bundesweite Medien Wulf Gallerts Rede in den Fokus. "Ich bin mir der Herausforderung meiner Ministerpräsidentschaftskandidatur bewusst. Ich will das, aber ich werde mich nicht verbiegen lassen", sagte er. Es werde um nichts anderes, als um politische Inhalte gehen, fügte Wulf Gallert hinzu. Sachsen-Anhalt habe gute Entwicklungsmöglichkeiten doch zur Landtagswahl im März müsse ein deutliches Signal zur Abwahl der momentanen Politik gesetzt werden.
Auch in Wernigerode machte Wulf Gallert die politischen Prioritäten der LINKEN deutlich: Die Schaffung eines sozial gerechten Bildungssystems, Mindestlöhne und ein öffentliches Vergabegesetz sowie Konzepte, die die Kommunen des Landes wieder zu einer vernünftigen Finanzausstattung führen. Ehrlichkeit müsse ständiger Wegbegleiter der politischen Arbeit sein, sagte Wulf Gallert. "Wir dürfen nichts versprechen, was nicht tatsächlich organisiert werden kann", fügte er hinzu.
Der Landesverband der LINKEN sei zu recht immer stärker geworden, meinte schließlich Jan Korte mit Ausblick auf die realistischen Chancen der LINKEN, bei den Landtagswahlen stärkste Partei zu werden. Glaubwürdigkeit fange eben beim Landtagswahlprogramm an und nicht bei Koalitionsverhandlungen, sagte er. Von Optimismus war der Wernigeröder Ratskeller jedenfalls bis knapp unter die Decke gefüllt. Und für Wulf Gallert war der Neujahrsempfang der LINKEN Wernigerode eine jener wichtigen Veranstaltungen, bei denen er den direkten Kontakt zur Basis der Partei findet.
km
