"...dann können wir gewinnen"
Wulf Gallert und DIE LINKE starten zum Landesparteitag in die heiße Wahlkampfphase
Das Wichtigste zum Schluss und das Beste sowieso: Wulf Gallerts Rede war der krönende Abschluss eines kämpferischen Auftakts in die heiße Wahlkampfphase. Die Delegierten und Gäste des Landesparteitages der LINKEN im Magdeburger BTM hatte es am Ende nicht mehr auf den Stühlen gehalten. "Wenn wir alle Kräfte mobilisieren, wenn wir bis zur letzten Minute kämpfen, dann können wir gewinnen", rief der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN seinen Parteigenossen und Mitstreitern zu.
"Ein Orkan ist über uns hinweg gefegt", meinte anschließend jemand im Foyer des BTM. Auf Betriebstemperatur war Wulf Gallert ziemlich schnell hochgefahren und einmal mehr machte er unmissverständlich deutlich, worum es zur Landtagswahl am 20. März geht. "Es fällt eine Richtungsentscheidung, die tief in das Leben aller Menschen hier in Sachsen-Anhalt eingreift", sagte er. Es gehe darum, dass dieses Land ein sozial gerechteres Land wird, dass alle Menschen in Sachsen-Anhalt eine Entwicklungsperspektive bekommen und dass junge Menschen ihre Zukunft hier sehen.
Genau genommen fegte der Orkan nicht über die Delegierten und Gäste des Landesparteitages hinweg, vielmehr über die politische Konkurrenz. Die hatte sich das redlich verdient, wobei anhaltender Dämmerzustand führender Protagonisten die Frage offen lässt, ob die überhaupt noch was mitkriegen. Mit den Legenden des CDU-Spitzenkandidaten Reiner Haseloff räumte Wulf Gallert als erstes auf. "Es ist entlarvend wenn er sich bei seinen Erfolgsmeldungen vom Arbeitsmarkt ausschließlich auf die Löhne der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplätze bezieht. Denn diese Arbeitsplätze stellen nur noch rund 60 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse in Sachsen-Anhalt dar", sagte der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN.
Die Ansage an die SPD war auch deutlich, nämlich Schluss mit dem Kuschelwahlkampf, wenn es wirklich um ihre eigenen Inhalte gehen soll. "Tut sie das nicht, dann geht es am 20. März bei der Wahl der SPD nur um die Besetzung von Posten, und eben nicht um bessere Arbeitsbedingungen, nicht um eine bessere Schule und eben nicht um Chancengleichheit für alle Kinder", so Wulf Gallert. Damit hatte er die Schwerpunktthemen der LINKEN zur Landtagswahl einmal mehr unterstrichen. Und selten war ein Wahlkampfspruch so passgenau: "... gibt es nur mit uns".
Blieb die NPD und das ist eine andere Kategorie. "Diese Partei gilt es als Feind zu bekämpfen", rief der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN unter tosendem Beifall in den Saal. Die NPD gehört bekämpft, weil sie ein Feind von Demokratie und Menschenrechten ist. Man werde sich ihr demokratisch entgegenstellen - mit Worten, Zivilcourage und Mut, fügte Wulf Gallert hinzu.
Aprospos andere Kategorie und noch einmal zurück zur CDU. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Holger Stahlknecht meinte kürzlich, man brauche keine Faschisten im Landtag von Sachsen-Anhalt und keinen kommunistischen Ministerpräsidenten. Ein Name, ein Programm, möchte man meinen. "Dass er uns damit mit den Faschisten auf eine Stufe stellt, ist der eigentliche Skandal. Solche Leute und eine solche Partei gehören abgewählt, und zwar durch uns", sagte Wulf Gallert.
Die Ziele der LINKEN zur Landtagswahl sind lange abgesteckt - Mit der Rede ihres Ministerpräsidentschaftskandidaten fegte nochmal ein ordentlicher Motivationsschub durch die Reihen. Der Landesvorsitzende Matthias Höhn hatte es genauso treffend auf den Punkt gebracht: "Die soziale Alternative zur CDU und SPD - das ist DIE LINKE". Den Leitantrag des Parteitages "Soziale Politik gibt es nur mit uns" hatten die Delegierten einstimmig beschlossen. Und wer nicht alles in Sachen Wahlkampfunterstützung nach Magdeburg gekommen war: Gesine Lötzsch, Lothar Bisky, Klaus Lederer, Petra Pau, Jan Korte und und und... .
km










