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Die Akzeptanz erneuerbarer Energie ist auch eine Frage gezahlter Löhne

Wulf Gallert nahm an einer Spitzenkandidatenrunde des Landesverbandes Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt teil

Ein klares Pro für erneuerbare Energien hat die Landtagsfraktion der LINKEN zu einem Schwerpunkt ihres Konzept 2011 gemacht. Der Landesverband Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt hatte im Vorfeld der Landtagswahl zu einem Spitzenkandidatenforum eingeladen und Wulf Gallert war irgendwann beim Thema Mindestlohn gelandet. Abgeschweift war der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN keineswegs. "Eine breite Akzeptanz von erneuerbaren Energien setzt auch voraus, dass in der Branche vernünftige Löhne gezahlt werden", sagte er.

Beim Magdeburger Windkrafthersteller Enercon war die Spitzenkandidatenrunde zusammengekommen, die Claudia Dalbert (Grüne), Jens Bullerjahn (SPD), Veit Wolpert (FDP) und Reiner Haseloff (CDU) komplettierten. Es ging um Fragen wie die Errichtung einer Landesenergieagentur, die Einführung eines Erneuerbare-Energie-Wärmegesetzes oder die Erwartungen, die Windkrafthersteller an die künftige Landespolitik stellen können. "Das Konzept der LINKEN sieht im Landesentwicklungsplan ein Prozent der Landesfläche für den Bau von Windkraftanlagen vor", sagte Wulf Gallert. Es gelte leistungsstarke Anlagen zu realisieren, was jedoch zu konfliktbeladenen Situationen führen könne. "Leistungsstärke Anlagen bedeuten höhere Anlagen", fügte der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN hinzu. Genau an dieser Stelle müsse Akzeptanz für Windräder erzielt und erhalten werden.

Die Runde zeigte sich im Übrigen ziemlich friedlich, denn die Wichtigkeit der Nutzung erneuerbarer Energien war wohl Konsens. Die LINKE will den Anteil der Energiebereitsstellung aus erneuerbaren Energien um 20 auf insgesamt 60 Prozent steigern, wie Wulf Gallert sagte. Eine Landesenergieagentur als Teil des Wirtschaftsministeriums zu errichten, lehnte er hingegen ab. "Eine solche Agentur muss unabhängig und ohne Einbindung in die Hierarchien der Regierung tätig sein. Sie soll kritisieren und eine öffentlich spürbare Kontrollfunktion ausüben können". 

Ein Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz müsse sich in Sachsen-Anhalt vordergründig auf die Sanierung des Gebäudebestands beziehen, denn Neubauten entstehen weniger, meinte Wulf Gallert auf die Forderung des Landesverbandes nach einem solchen Gesetz angesprochen. Darüber hinaus plädierte er für die Einberufung eines Sanierungskonvents. Bei der Frage, warum man seine Partei wählen sollte, griff der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN schließlich noch einen ganz entscheidenden Aspekt auf. "Wir werden erneuerbare Energien politisch fördern, weil deren Einsatz auch auf globaler Ebene Probleme lösen und für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen kann."


km

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