Entwicklungsperspektiven für alle Menschen schaffen
Wulf Gallert nahm an einem gesellschaftspolitischen Forum der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt teil
"Die Bereitschaft über die globale Situation und einen sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft nachzudenken, hängt stark mit der Lebenssituation der Menschen zusammen", sagte Wulf Gallert. Die Bereitschaft fehle, solange viele Betroffene mit prekären Lebensverhältnissen zurecht kommen müssen. Der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN gehörte zu den Rednern eines gesellschaftspolitischen Forums, das die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt unter dem Titel "Wege für das Land" in Magdeburg veranstaltete. Mit Vertretern aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kultur und Politik stellte das Forum Wege eines umfassenden Politikwechsels zur Diskussion.
Es gelte Entwicklungsperspektiven für alle Menschen zu schaffen, nicht nur für die gesellschaftlich Privilegierten, meinte Wulf Gallert. Seinen Beitrag hatte er mit den Worten "Was werden soll - ein neuer Entwicklungspfad für Sachsen-Anhalt" überschrieben und einmal mehr unterstrich er die Rolle der Partei DIE LINKE. "Wir setzen zuerst dort an, wo Menschen von der Gesellschaft an den Rand gedrängt werden. DIE LINKE versteht sich als Interessensvertreter des unteren Drittels der Bevölkerung und dafür muss sie gesellschaftliche Mehrheiten gewinnen", sagte er.
Die Wiedereinführung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Kindergartenbetreuung für alle Kinder ist unter anderem ein Ziel, das DIE LINKE auf diesem Weg verfolgt. Der demographischen Entwicklung in Sachsen-Anhalt müsse so Rechnung getragen werden, das Regionen nicht sterben und Neonazis kein fruchtbarer Boden bereitet wird, sagte Wulf Gallert. Ein sozial-ökologischer Umbau der Gesellschaft könne nur auf demokratische Weise durchgesetzt werden. "Dafür müssen wir zunächst Rahmenbedingungen für politische Diskussionen erzeugen".
Mit Anmerkungen zur Politik in Sachsen-Anhalt bzw. Bundespolitischen Betrachtungen zu den Auswirkungen der Agenda 2010 hatten sich auch Dr. Raj Kollmorgen von der Uni Magdeburg und Prof. Sigrid Betzelt von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin am gesellschaftspolitischen Forum der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt beteiligt. Unter der Überschrift "Sagen, was einzufordern ist!" hatten zudem Vertreter von attac, des Landesfrauenrates, des BUND, der IG Bau, der Hochschule Magdeburg-Stendal und der TU Berlin während einer Podiumsrunde diskutiert.
km
