Erneuerbare Energien als zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit
Wulf Gallert und die Linksfraktion im Landtag stellten energiepolitische Zielstellungen im Rahmen des Konzeptes 2011 vor
Die Umstellung der Energieversorgung auf Basis fossiler Rohstoffe hin zum breiten Einsatz der erneuerbaren Energien zählt zu den globalen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte, meinte Wulf Gallert. "Sie ist eine zentrale Frage der sozialen Gerechtigkeit, auch im internationalen Bereich". Mit einem "Energieplan für Sachsen-Anhalt" ist die Linksfraktion jetzt Vorreiter bei der Entwicklung eines umfassenden und konkreten Konzeptes für eine künftige Energiepolitik des Landes. Im Magdeburger Landtag stellten Wulf Gallert und die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Angelika Hunger, Zielstellungen und Ansätze des Konzeptes vor.
Zwei zentrale Ziele liegen dem Energieplan für Sachsen-Anhalt zugrunde, der im Rahmen des Gesamtkonzeptes 2011 der Linksfraktion entwickelt wurde. Zum einen der Klimaschutz durch die Verringerung des CO2-Ausstoßes, zum anderen die Versorgung aller Bevölkerungsgruppen mit erneuerbaren Energien zu vernünftigen Preisen. "Über die Entwicklung erneuerbarer Energien wollen wir eine Demokratisierung der Gesellschaft in Gang bringen", sagte Wulf Gallert. Die verstärkte Hinwendung zu Wind-, Sonnen- oder Bioenergie ermögliche dezentrale Strukturen und damit bessere Chancen, kommunale Daseinsvorsorge und demokratische Entscheidungsstrukturen zu gewährleisten und durchzusetzen.
Nicht zu unterschätzen sei auch der sicherheitspolitische Aspekt, denn mit dem Einsatz erneuerbarer Energien verlieren Kriege zur Durchsetzung von Energierohstoffinteressen ihre Grundlage, fügte Angelika Hunger hinzu. Unter diesen Prämissen zeigt die LINKE Sachsen-Anhalt unterschiedlichste Handlungsfelder in ihrem Energieplan auf und untersetzt Zielstellungen mit konkreten Zahlen. So soll unter anderem die Senkung der CO2-Emission durch Kraftwerke im Strom- und Wärmesektor um mindestens 10 Prozent gegenüber 2010 erreicht werden. Der Anteil der Energiebereitsstellung aus erneuerbaren Energien soll derweil um 20 auf insgesamt 60 Prozent gesteigert werden, wie Angelika Hunger erklärte.
Zur Nutzung der Windenergie, dem Einsatz von Photovoltaikanlagen oder der Entwicklung und dem Ausbau von Stromspeichern unterbreitet die Linksfraktion ihre eigenen Vorschläge. Schlagworte sind auch Bioenergie, der Einsatz von Geothermie oder die Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereich. Der Kommunikation und Überprüfung angestrebter energiepolitischer Ziele räumt die Linksfraktion einen großen Stellenwert ein. So fordert sie die Schaffung einer Landesenergieagentur, zu deren Aufgaben die Überwachung verbindlicher Klimaschutzziele, die Unterstützung von Kommunen und Stadtwerken bei der Entwicklung von Energie- und Klimaschutzkonzepten sowie Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit gehören sollen.
km
Den vollständigen „Energieplan für Sachsen-Anhalt – Vorfahrt für erneuerbare Energien“ finden Sie hier
