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"Der öffentliche Dienst im Land braucht Zukunft"

Wulf Gallert und die LINKSfraktion stellen ein Personalentwicklungskonzept für Sachsen-Anhalt vor

Die CDU meint, es ist zu wenig Polizei auf der Straße, will bis 2020 aber 1.500 Stellen streichen. Die SPD setzt sich für Ganztagsschulen ein, will die Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter im Schuldienst jedoch reduzieren. Es sind Widersprüche, mit denen die beiden Koalitionsparteien die künftige Personalentwicklung im öffentlichen Dienst des Landes angehen wollen. Die Landtagsfraktion der LINKEN hat Alternativen zu bieten und stellte nun ihr eigenes Personalkonzept vor. „Der öffentliche Dienst im Land braucht Zukunft“, so der Titel des Papiers, das Wulf Gallert gemeinsam mit der personalpolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion, Helga Paschke, erläuterte.

Mit ihren eigenen Vorschlägen zur künftigen Personalentwicklung des öffentlichen Landesdienstes fügte die LINKSfraktion dem "Sachsen-Anhalt Konzept 2011" einen weiteren wichtigen Baustein hinzu. "Es gibt kaum ein Thema, das in der Landespolitik so intensiv diskutiert worden ist", sagte Wulf Gallert. Auf Initiative der LINKSfraktion wurde 2007 eine Enquetekommission des Landtages eingesetzt, die sich ausschließlich mit dieser Problematik befasste.

Dem Konzept der LINKSfraktion liegt eine zentrale Frage zugrunde: Wie kann in allen Bereichen des öffentlichen Lebens die Erfüllung der notwendigen Aufgaben garantiert und der Personalbestand im öffentlichen Dienst schrittweise stabilisiert werden? Ein Stellenrückgang im öffentlichen Dienst wird in der nächsten Legislatur nicht aufzuhalten sein, meinte Wulf Gallert. "Vielmehr geht es darum, die Auswirkungen des Rückgangs abzudämpfen, sodass Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge auch künftig realisiert werden können", fügte er hinzu. 

Qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen, ist eine zentrale Frage für den öffentlichen Landesdienst, meinte Wulf Gallert. Das Konzept der LINKSfraktion setzt Schwerpunktbereiche in den Allgemeinbildenden Schulen, im Polizeivollzug und in der übrigen Verwaltung. Mit zusätzlichen Neueinstellungen von circa 830 jungen Menschen von 2011 bis 2016 soll das vorhandene Defizit an Fachkräften wenigstens reduziert werden. Das Land müsse sich laut Konzept als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und rechtzeitig und gezielt auf potentielle junge Bewerber zugehen. 

Für die Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Landesdienstes will die LINKSfraktion in vielen weiteren Bereichen ansetzen. Konkrete Vorschläge unterbreitet das Konzept unter anderem zu den Themen Mitbestimmung und Gleichstellung, Weiterbildung und Gesundheitsmanagement oder auch Altersabsicherung und Leistungsorientierung. Ein wichtiges Ziel sei eine künftige Personalentwicklung "aus einer Hand", wie Helga Paschkle sagte. Demnach soll künftig in Verantwortung der Staatskanzlei ein strategisch vernünftiges und vor allem ressortübergreifendes Personalmanagement umgesetzt werden.

Erholung und Urlaub gehören übrigens auch zu einem vernünftigen Personalmanagement. Wulf Gallert und die LINKSfraktion haben denn inzwischen die Flure des Landtages verlassen, um in Ruhe und gänzlich unpolitisch die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel zu genießen. Auf ein Neues 2011! Es kann nur spannender werden!


km


Das vollständige Konzept "Der öffentliche Dienst im Land braucht Zukunft" finden Sie hier

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