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Verändert hat sich viel - der Einsatz für soziale Gerechtigkeit niemals

Die Landtagsfraktion der LINKEN feierte ihr 20-jähriges Bestehen

Nicht nur für Wulf Gallert war es ein Ereignis, "das nachdenkenswert ist", wie er sagte. 20 Jahre gibt es nun das Land Sachsen-Anhalt, seinen Landtag und mit ihm die Landtagsfraktion, die 1990 für die Partei des Demokratischen Sozialismus antrat und über die Jahre zur Fraktion DIE LINKE wurde. Die Veränderung, die die Fraktion seitdem durchlief, ist viel tiefgreifender, als dass sie nur ihren Namen betreffen würde. "Am meisten haben wir uns selbst verändert", meinte Wulf Gallert anlässlich der Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen der Linksfraktion im Landtag.

Subjektive Erinnerungen verbindet jeder der ehemaligen und derzeitigen Abgeordneten mit der zurückliegenden Entwicklung. Die Feierstunde sollte jedoch Anlass bieten, ein möglichst objektives Bild der Arbeit der Fraktion in den vergangenen 20 Jahren zu zeichnen - ein Bild, das unabänderliche Zeitdokumente sprechen lässt. Das Ganze mit einer szenischen Lesung zu versuchen, war ein durchweg gelungener Weg. Nicht zuletzt wenn man dafür die Historikerin Dr. Elke Stolze und den Schauspieler und Regisseur Franz Sodann mit ins Boot holt.

Das Klischee, Schauspieler zu sein, haftet Politikern bekanntlich sowieso an. Da kann man seinem Ruf auch mal gerecht werden und was bietet sich besser an, als sich selbst zu spielen? Es waren leidenschaftliche Debatten, die Wulf Gallert, Roland Claus, Petra Sitte und viele weitere derzeitige und ehemalige Mitstreiter der Fraktion anhand von Sitzungsprotokollen des Landtages ins Gedächtnis riefen. Material aus 20 Jahren in anderthalb Stunden zu verpacken war dabei wohl die größte Herausforderung.

Und doch war es eine Punktlandung bei den entscheidenden Kernthemen der Fraktion - jenen Themen, die über die Jahre mit der größten Leidenschaft verfechtet wurden. Die zurückgerufenen Debatten gegen eine verfehlte Treuhand-Politik, für ein gerechtes Kinderbetreuungsgesetz und gegen Krieg, stehen exemplarisch für das sozial gerechte und pazifistische Profil, das die Landtagsfraktion trotz Veränderung bis heute nicht verloren hat. Verändert hat sich die personelle Zusammensetzung, die Akzeptanz und mit der Erfahrung auch die Arbeitsweise der Fraktion. Angekommen im Hier und Jetzt steht sie mit der Landtagswahl 2011 der nächsten großen Herausforderung gegenüber.

So war es denn auch Wulf Gallert, der als Ministerpräsidentschaftskandidat ganz am Schluss neben dem Landesvorsitzenden der LINKEN, Matthias Höhn, auf der Bühne stand. "Auch in Zukunft ist soziale Gerechtigkeit das Ziel. Geht zur Wahl und wählt DIE LINKE", ruft Gallert. Spot aus, Licht an, Fortsetzung folgt.


km


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