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Kultur und Politik zum 100.

Die Landtagsfraktion der LINKEN lud zu ihrer traditionellen Frauentagsfeier ein

Viel hatte Wulf Gallert diesmal nicht zu melden und das ging in Ordnung so. Anlässlich des 100. Internationalen Frauentages lud die Linksfraktion zu einer Feier in den Magdeburger Landtag ein und das Feld der Akteure hatte er ohne Umschweife geräumt. Naja, nicht ganz, denn begrüßen lässt sich Frau gerne vom männlichen Geschlecht. Jedenfalls war es eine gelungene Mischung aus Politik, Kultur und Geselligkeit, zu der der Ministerpräsidentschaftskandidat der LINKEN zahlreiche Gäste im Landtag willkommen hieß.

Dass dann zum Frauentag keine Energiepolitik auf dem Programm steht, versteht sich von selbst. Obwohl sich Frauen von Energie gar nicht trennen lassen und die LINKE da einige blühende Beispiele vorzuweisen hat. Wulf Gallert nutzte seine Begrüßungsrede, um auf Missstände bei der beruflichen wie gesellschaftlichen Gleichstellung von Frauen aufmerksam zu machen. Auf einen ungleich höheren Anteil weiblicher Beschäftiger in prekären Arbeitsverhältnissen hatte er erst am Vormittag bei der Vorstellung einer gemeinsamen Studie mit dem DGB verwiesen. Er plädierte für eine berufliche Frauenquote. "In bestimmten Bereichen brauchen Frauen eine besondere Förderung, um tatsächlich in Führungspositionen anzukommen". 

Anschließend übernahm die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Birke Bull und die Frauenquote sollte unter anderen auch Thema einer Podiumsdiskussion sein. Mit den Landtagskandidatinnen Evelyn Edler und Dagmar Zoschke, der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Angelika Klein und der Hochschulprofessorin Frauke Mingerzahn diskutierte Birke Bull über berufliche Erfahrungen von Frauen, über Bildungsgerechtigkeit und über Stärken und Schwächen des weiblichen Geschlechts. Aprospos Schwächen - einige davon darf Frau dann unbedingt an den Tag legen, nämlich die für ergraute aber noch immer durchaus charmante Musiker. Wenn es so ausgeht, wie zur Frauentagsfeier der Linksfraktion, ist alles in Ordnung.

Mit einem Konzert des ehemaligen "Karussell"-Frontsängers Dirk Michaelis war die Veranstaltung im Landtag nämlich zu Ende gegangen. Zum Schluss rockte die Bude - mucksmäuschenstill war es, als Michaelis einen seiner größten Hits "Als ich fortging" anstimmte. Man muss bei dem Lied übrigens nicht zwangsläufig an früher denken, sondern kann sich auch gern mal die schwarz-rote Koalition vor Augen halten. Genau dann, wenn Michaelis singt "nichts ist unendlich".


km



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