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Stoffliche Verwertung als Perspektive der Braunkohle

Wulf Gallert und Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers besuchten die MIBRAG und den Chemiestandort Leuna

Per Landesparteitagsbeschluss strebt DIE LINKE Sachsen-Anhalt bis 2035 den Ausstieg aus der Verbrennung der Braunkohle an. "Die stoffliche Verwertung des Rohstoffs stellt jedoch eine Perspektive dar und entsprechende Vorhaben werden wir unterstützen", meinte Wulf Gallert. Gemeinsam mit Ralf Christoffers, dem linken Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, informierte er sich während eines Besuchs bei der MIBRAG mbH in Zeitz über die aktuelle Situation und die langfristigen Pläne der Braunkohlenförderung im mitteldeutschen Raum. Beim anschließenden Gespräch mit der Geschäftsführung der InfraLeuna GmbH am Chemiestandort Leuna kamen Fragen zur Zukunft der Braunkohle letztlich auch nicht zu kurz.

Geschichtsträchtig sind beide Unternehmensstandorte - der Rohstoff um den es ging, noch weit mehr. Wie 25 bis 40 Millionen Jahre alte Braunkohle im Tagebau Profen der MIBRAG mbH abgebaut wird, schauten sich Wulf Gallert und Ralf Christoffers direkt vor Ort an. Begleitet wurden sie vom parlamentarischen Geschäftsführer der Linksfraktion, Frank Thiel, der umweltpolitischen Sprecherin Angelika Hunger, dem Bundestagsabgeordneten Roland Claus sowie der stellvertretenden Kreistagsfraktionsvorsitzenden der LINKEN im Burgenlandkreis, Petra Hörning. Und was im vorherigen Gespräch mit den Geschäftsführern der MIBRAG, Horst Schmidt und Heinz Junge, an Zahlen, Fakten und Statistiken aufgeworfen wurde, wurde zu Füßen eines riesigen Schaufelradbaggers mit Sicherheit um einiges greifbarer.

Doch es ging nicht nur um Fördermengen, Abbaulaufzeiten oder Investitionssummen. Einen Einblick gaben die beiden Geschäftsführer auch in die Personalpolitik der MIBRAG mbH, die insgesamt circa 2000 Mitarbeiter beschäftigt. "Die Förderung junger Akademiker und Auszubildender hebt sich wohltuend ab von der Personalpolitik in anderen Firmen", meinte Wulf Gallert. "Sie trägt zur hohen Akzeptanz der MIBRAG in der Bevölkerung bei", fügte er hinzu.

Dass man künftig auf die stoffliche Nutzung von Braunkohle setzt, machte auch Andreas Hiltermann, Geschäftsführer der Infraleuna GmbH im Gespräch deutlich. Biomasse sei eine weitere Alternative, die man zur Sicherung der Rohstoffbasis der einheimischen Industrie nutzen wolle, sagte er. Im Mittelpunkt des Besuches am Chemiestandort Leuna stand die Vorstellung des Pilotoprojektes „ibi - Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland“. Bislang sind dort die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt über gemeinsame Forschungsprojekte einbezogen. Dass Ralf Christoffers beim Besuch der Infraleuna mit von der Partie war, konnte Andreas Hiltermann letztlich nur begrüßen. "Wir haben das Interesse, das Land Brandenburg mit zu integrieren", sagte er.


km

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