Zum Hauptinhalt springen

Unterwegs im hohen Norden

Eine Tour im Landkreis Stendal führte Wulf Gallert unter anderem in seine Heimatstadt Havelberg

"Mich überfallen heimatliche Gefühle", meinte Wulf Gallert als er im Havelberger Rathaus bei Bürgermeister Bernd Poloski angekommen war. Ein Gespräch mit dem Oberhaupt seiner Heimatstadt war der erste Termin, der für Wulf Gallert während seiner Tour durch den Landkreis Stendal auf dem Programm stand. Die Eindrücke, die er sich im hohen Norden Sachsen-Anhalts verschaffen wollte, hatten ihm ein dicht gepacktes Programm beschert. Dass die Tour auch stark von der derzeitigen Hochwassersituation vor Ort geprägt sein würde, war bei ihrer Planung derweil nicht vorauszusehen.

Begleitet wurde Wulf Gallert von der Landtagsabgeordneten Helga Paschke und dem Stendaler Kreisvorsitzenden der LINKEN, Mario Blasche, die zur Landtagswahl im März als Direktkandidaten des Stendaler Kreisverbandes ins Rennen gehen. Beim Gespräch mit dem Havelberger Bürgermeister standen unter anderem die schwierige kommunale Finanzlage der Stadt sowie das jetzt angelaufene Projekt der Bürgerarbeit im Fokus. Wulf Gallert informierte sich darüber hinaus über den aktuellen Stand der Planungen zur Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion. Von der Teilnahme Havelbergs an der Schau verspreche man sich vor allem einen strukturellen Aufschwung für die Stadt, wie Bürgermeister Bernd Poloski erklärte.

Anschließend ging es gemeinsam zum Deich, wo Wulf Gallert die derzeitige Hochwassersituation an der Havel direkt in Augenschein nahm. Probleme habe die Stadt vor allem mit dem Grundwasser, denn noch nie sei der Boden schon im Herbst so vollgesogen gewesen, wie im vergangenen Jahr, sagte Bernd Poloski. So drücke die Havel unter anderem in das Abwassersystem der Altstadt - ein Problem, dem letztlich nur durch einen 1,2 Millionen Euro-Aufwand für neue Pumpstationen Abhilfe geschaffen werden könne. Schlichtweg keine Lösung sehe man hingegen für Grundstücke in der Südvorstadt, die sehr dicht am Ufer der Havel gebaut sind.

Vom Hochwasser ging es für Wulf Gallert noch einmal zurück zum Thema Bürgerarbeit - diesmal jedoch im Gespräch mit Herrn Raup vom Jobcenter Stendal der Agentur für Arbeit. Beim dortigen Termin war auch die Finanzierung von Nachhilfeleistungen für Schüler aus sozial schwachen Familien im Rahmen der Hartz IV-Gesetzgebung sowie die allgemeine Arbeitsmarktsituation im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters Stendal Thema. In Flessau hatte sich derweil schon die integrative Kindertagesstätte "Waldzwerge" auf den Besuch von Wulf Gallert, Helga Paschke und Mario Blasche vorbereitet. Im Gespräch mit der Leiterin der von der Lebenshilfe Osterburg getragenen Einrichtung, Frau Hoffmann, kamen unter anderem Probleme wie Personalmangel, fehlende Fördermöglichkeiten für den angeschlossenen integrativen Hort sowie die beschnittenen Fahrdienstleistungen für benachteiligte Kinder seitens der Agentur für Arbeit zur Sprache.

Wulf Gallerts letzter Termin führte nach Genthin zum Neujahrsempfang der LINKEN Jerichower Land, wo ihn neben zahlreichen Mitgliedern des dortigen Kreisverbandes auch der Kreisvorsitzende Harry Czeke begrüßt hatte.


km


Zurück zum Kopf der Seite